Was ist Velo-city?
Velo-city ist bekannt als größte internationale Fahrradkongress. Fahrradfahren ist effizient, gesund, schnell und umweltfreundlich, und deshalb wird mit der Velo-city-Konferenzreihe das Ziel verfolgt, einen wesentlichen Beitrag zur Förderung des Radverkehrs in Alltag und Freizeit zu leisten.
Die erste Velo-city-Konferenz fand 1980 statt. Seitdem hat die Konferenz zunehmend an Bedeutung gewonnen. Er richtet sich nicht nur an bestimmte Berufsgruppen, sondern an alle, die an der Konzeption, Umsetzung und Förderung von Fahrradmaßnahmen und -infrastrukturen beteiligt sind. Dieser Mix aus Besuchern, Berufsgruppen, Talenten und Erfahrungen ist auch ein Grund dafür, warum die Konferenz so erfolgreich ist.
Der Begriff „Velo-city“ ist ein Wortspiel aus dem französischen Begriff für Fahrrad (vélo) und dem englischen Ausdruck für Geschwindigkeit (velocity), in dem gleichzeitig auf den Begriff „city“ verwiesen wird. Die Stadt ist nämlich genau die Umgebung, in der das Fahrrad über das größte Potenzial verfügt und als besonders effizientes Beförderungsmittel eingesetzt werden kann. Wortschöpfer von „Velo-city“ ist der Europäische Radfahrerverband ECF. Der für die Velo-city Konferenzreihe verantwortliche Direktor ist Dr. Bernhard Ensink, der Generalsekretär des ECF.
Namhafte Gastgeberstädte früherer Konferenzen waren Paris (2003), Dublin (2005) und München (2007). Für 2009 wurde die Region Brüssel-Hauptstadt als Gastgeber ausgewählt.
Während der ungefähr einwöchigen Konferenz ist traditionell ein Tag für Vor-Ort-Besuche vorgesehen. Darüber hinaus wird die Möglichkeit zur Teilnahme an Plenarsitzungen und Untersitzungen, Posterpräsentationen und Workshops bestehen. Nicht zuletzt wird für alle Teilnehmer und Partner ein Abendprogramm organisiert. Die Konferenzbeteiligung in München lag bei rund eintausend Personen.
Was bedeutet Velo-city für die Region Brüssel-Hauptstadt?
Für die Region Brüssel ist Velo-city eine gute Gelegenheit, um auf sich aufmerksam zu machen. Durch die Konferenz kann Brüssel zeigen, dass sie sich mit anderen großen Städten, die schon seit langem eine aktive Fahrradkultur fördern, in Bezug auf die Umsetzung von Fahrradinfrastrukturen messen lassen kann. Die Konferenz ist der Höhepunkt der Radverkehrsplanung für 2005-2009. Folglich wird er die Krönung dessen darstellen, was in den letzten Jahren zur Förderung des Fahrradverkehrs geleistet wurde. Auf Brüsseler Ebene ist die Veranstaltung das Ergebnis der erfolgreichen Zusammenarbeit von Gemeinden, Fahrradorganisationen (Gracq, Fietsersbond Brussel, European Union Cyclists' Group, Pro Velo), der öffentlichen Verkehrsbetriebe STIB und natürlich der Region. Die Konferenz in München hat gezeigt, dass die Konferenz in der Bevölkerung nur dann etwas bewegt, wenn sie in der Stadt ausreichend bekannt gemacht wird. Deshalb sollen in Brüssel Plakate, Banner und andere Medien wie auch Veranstaltungen, die im Konferenzumfeld organisiert werden, zur Beteiligung der Bevölkerung animieren. Es ist also wichtig, die Konferenz zentral auszurichten und in ihrem Umfeld Workshops in Kooperation mit Schulen und Gemeinden zu organisieren.
Aus internationaler Warte liegt auf der Hand, dass es sich bei der Veranstaltung in Brüssel um die Velo-city in der „Hauptstadt Europas“ handelt. Deshalb wird sich auch die Europäische Kommission an der Konferenz beteiligen.
Die Velo-city-Konferenz in Brüssel wird auch regionale Grenzen sprengen, da an der Konferenzorganisation der belgische Staat, die Regionen Flandern und Wallonien, die Stadt Gent, die belgische Verkehrssicherheitsbehörde IBSR, die belgische Bahn (SNCB) und die nationalen Fahrradorganisationen beteiligt sind.
Die Etablierung einer Zusammenarbeit zwischen den auf verschiedenen Ebenen zuständigen Akteuren ist sicherlich eine der großen Herausforderungen, die es anzunehmen gilt.
Die Organisation der Konferenz wird alle beteiligten Partner zur Verwirklichung ihrer fahrradpolitischen Ziele anspornen. Für die Region Brüssel-Hauptstadt gilt es, die Radverkehrsplanung umzusetzen und zu diesem Zweck erforderliche Infrastrukturen zu realisieren (insbesondere Fertigstellung des regionalen Fahrradwegenetzes). Für die öffentlichen Verkehrsbetriebe bedeutet dies, die Abstell- und Beförderungsmöglichkeiten für Fahrräder zu verbessern.
Die Velo-city-Konferenz wird vom 12. bis 15. Mai 2009 in Brüssel stattfinden, also parallel zur Brüsseler Fahrradwoche und den Dring Dring- Veranstaltungen.
