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Velo-city 2009

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Velo-city – Mai 2009

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Autofreier Sonntag – September 2008

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Noch in diesem Jahr, am 21. September, hat es auf den 160 Quadratkilometern der Region Brüssel-Hauptstadt einen verkehrsberuhigten Tag gegeben. Weil die öffentlichen Verkehrsbetriebe von Brüssel (STIB) Fahrgäste an diesem Tag zum Nulltarif beförderten, war es ein perfekter Tag, um auszuprobieren, wie Bus, U-Bahn, Inliner, Fahrrad und Fußwege ideal kombiniert werden können. Ziel des autofreien Tages war die Förderung eines Umdenkens und die Anregung einer Debatte über städtische Mobilität.

Parallel zu den „Journées du Patrimoine“ (Tage der offenen Tür zur Besichtigung des Kulturerbes) werden überall in der Stadt zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen stattfinden: Bruxelles-Champêtre (Ländliches Brüssel), die Radsport-Veranstaltungsreihe „Le Beau vélo de Ravel“ sowie organisierte Rad- und Fußtouren. Dank der neuen Initiative „Mon village à la ville“ (Mein Dorf in der Stadt) der Region und Gemeinden wurden an symbolischen Plätzen mehrerer Brüsseler Gemeinden für Bewohner Geselligkeits- und Ruhezonen eingerichtet, wie zum Beispiel an der Place Jourdan in Etterbeek oder der Place Payfa in Watermael-Boitsfort.

Der eventreiche Tag bietet vor allem Gelegenheit, mit Familie oder Freunden Brüssel zu besuchen und zu entdecken –  bei weniger Verkehr, weniger Lärm und in abgasarmer Luft!

 
Sie möchten mehr erfahren?
www.semainedelamobilite.irisnet.be 
 


ECF feiert in Brüssel „25 Jahre Engagement für das Fahrrad”

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Die Europäische Mobilitätswoche war für den Europäischen Radfahrerverband (ECF) eine perfekte Gelegenheit, um am 18. September in Brüssel sein 25-jähriges Jubiläum zu begehen. Zur Feier des Tages kamen 100 Vertreter aus Politik, Europäischen Institutionen, Beratungsgesellschaften, Non-Profit- und Radfahrorganisationen zusammen. Die Schlüsselbotschaft von ECF-Präsident Manfred Neun: Radfahren erfreut sich in ganz Europa zunehmender Beliebtheit. Öffentliche Einrichtungen sollten diesen Trend durch Bereitstellung angemessener Ressourcen fördern.

 

Damit meint Neun nicht nur finanzielle, sondern auch personelle Unterstützung. Der Verbandspräsident wiederholte die Forderung des ECF an die Europäische Kommission, nach dem guten Beispiel vieler Gemeinden, wie zum Beispiel in Frankreich, einen so genannten „Monsieur Vélo” einzusetzen. Dies soll ein für Fahrradpolitik zuständiger Beamter der Europäischen Kommission sein. Derzeit sind in der EU verschiedene Ministerien für Fahrradmaßnahmen zuständig, weshalb es in der Kommission keine kohärente Fahrradpolitik gibt. Zweite Schlüsselforderung von Neun: 10 Prozent des Budgets im Transportbereich sollen für Fahrradinfrastrukturen eingesetzt werden. Dies wäre ein großartiger Schritt nach vorn.

 

In der Antwort der Europäischen Kommission ging Mattia Pellegrini, Kabinettsmitglied von Vize-Präsident Antonio Tajani, in erster Linie auf den Sicherheitsaspekt ein. Ab 2011 sollten alle Neuwagen mit Tagfahrlicht (DRL) ausgestattet sein, wodurch deren Sichtbarkeit verbessert wird und es auf Europas Straßen jährlich bis zu 2.000 Verkehrstote weniger geben soll. Der ECF spricht sich gegen Tagfahrlicht aus, weil durch die verbesserte Sichtbarkeit von Autos die anderer Verkehrsteilnehmer wie Fahrradfahrer und Fußgänger verschlechtert und deren Unfallrisiko erhöht würde. Pellegrini verwies außerdem auf vier verschiedene Fahrradprojekte, die von der EU-Kommission finanziell gefördert würden, und erwähnte das Grünbuchs zu urbaner Mobilität („Green Paper on Urban Mobility“). Der Aktionsplan mit spezifischen Maßnahmen soll noch in diesem Jahr veröffentlicht werden und wird für die städtische Mobilitätspolitik der Europäischen Kommission nach Auffassung des ECF eine „Stunde der Wahrheit“ sein.

 

Der Brüsseler Mobilitätsminister Pascal Smet sagte, dass Brüssel in vielerlei Hinsicht eine Hauptstadt sei und er sich die Stadt auch als Radfahrhauptstadt wünsche. „Nach 50 Jahren Fehlmanagement haben wir in den letzten 4 Jahren einen Riesensprung gemacht”, so Smet. Mit einer Steigerung des Radverkehrsanteils von 1 auf 4 Prozent stehen die Zeichen in der Hauptstadt Belgiens und Europas positiv. Mit Brüssel als Gastgeberstadt der Velo-city, der größten internationalen Konferenz zur Förderung des Radverkehrs, wird die Stadt nächstes Jahr in Punkto Fahrradfreundlichkeit einen erneuten Boom erleben. Smet dankte dem ECF für die Ausrichtung der Konferenz.

 

Uwe Weissflog von DAHON überreichte dem Radfahrerverband ein exklusives Stadtfahrrad. Das in limitierter Auflage produzierte Faltrad ist ein Geschenk zum 25-jährigen Verbands-Jubiläum! Die Räder sollen auf der nächsten Velo-city in Brüssel vom 12.-15. Mai 2009 zu einem Vorzugspreis verkauft werden.