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Velo-city 2009

Velo-city 2009

Pressestelle

FAQ

FAQ


Die Region Brüssel-Hauptstadt ist glücklich und stolz, Gastgeber der Velo-city 2009 zu sein. 


1. Velo-city – was ist das?  

Velo-city ist die größte internationale Konferenz zur Förderung des Radverkehrs. Seit 1980 werden die Velo-city-Konferenzen alle zwei Jahre in Kooperation mit dem Europäischen Radfahrerverband (European Cyclist’s Federation, ECF) und der jeweiligen europäischen Gastgeberstadt veranstaltet. 

Nachdem die Konferenz bereits in Städten wie Mailand, Paris oder München stattgefunden hat, wird sie im Mai 2009 in Brüssel veranstaltet.  


2. Velo-city – wer nimmt teil?     

Zur Konferenz sind nicht nur bestimmte Berufsgruppen geladen, sondern alle Akteure, die direkt oder indirekt mit der Konzeption, Umsetzung oder Förderung von Fahrradmaßnahmen zu tun haben. Dies sind Vertreter öffentlicher und akademischer Einrichtungen, der Fahrradindustrie sowie von Forschungseinrichtungen und Fahrradorganisationen. Die Vielfalt der beteiligten Akteure ist zweifelsohne, was die Konferenz auszeichnet und so erfolgreich macht. 


3. Velo-city – was sind die Ziele?  

Eines der wesentlichen mit der Konferenz verfolgten Ziele der Region Brüssel-Hauptstadt ist die Absicht, qualitativ hochwertige Fahrradinfrastrukturen zu präsentieren, dem Fahrrad in einer nachhaltigen und intermodalen Verkehrspolitik (die Fahrradnutzung in Kombination mit öffentlichen Transportmitteln und Fußwegen kann effizienter sein als die Nutzung von Pkw) einen festen Platz einzuräumen und die positive Wirkung des Fahrrads für Gesundheit und Umwelt zu unterstreichen.

Auf regionaler Ebene soll durch die Velo-city 2009 der Fahrradverkehr in Brüssel gesteigert werden, indem möglichst viele Brüsseler als potenzielle Fahrradfahrer zur Teilnahme an der Konferenz animiert (über öffentlichkeitswirksame Kampagnen, Veranstaltungen im Konferenzumfeld usw.)

Der mit der Konferenz erzielte Erfolg hat von Kongress zu Kongress zugenommen, so dass dieses Mal voraussichtlich auch die Marke von 1000 Teilnehmern erstmalig überschritten wird. Weil Brüssel nicht nur die Hauptstadt Belgiens, sondern auch Europas ist, kommt der Velo-city 2009 eine ganz besondere Bedeutung zu. 


4. Velo-city-Logo - wozu?  

Jetzt kennen Sie das Logo der Velo-city 2009. Sie werden festgestellt haben, dass es ganz anders und trotzdem funktionell ist und eine direkte Verbindung zu anderen Zweirädern der Straße aufweist. Es ist ein Logo im Geiste unserer Zeit, originell und trendig. Es ist sogar leicht provokativ. Ist es heute nicht oft nötig, zu provozieren, um auf sich aufmerksam zu machen? Genau dies ist das dringende Anliegen der Radfahrer im Stadtverkehr …


5. Warum 'RE-CYCLING CITIES'?  

Velo-city 2009 möchte mehr denn je aufzeigen, dass dem Fahrrad in verkehrsdichten urbanen Räumen (wie zum Beispiel in Brüssel) ein fester Platz zukommt.
Über 60 Prozent der Europäer und über die Hälfte der Weltbevölkerung leben bereits in städtischen Umgebungen und Prognosen deuten darauf hin, dass es in Zukunft noch mehr sein werden.
Ein nachhaltiges Mobilitätskonzept ist bei der Entwicklung und Erhaltung „lebenswerter“ Städte ein wichtiger Faktor. Innerhalb dieses Mobilitätskonzepts kommt dem Fahrrad ein besonderer Stellenwert zu.

Die Eigenschaften des Fahrrads beweisen, dass es ein ausgesprochen stadttaugliches Verkehrsmittel ist: Es benötigt wenig Raum, erlaubt eine schnelle Bewältigung kurzer Distanzen, ist verschmutzungs- und lärmfrei, gesund und preisgünstig …

In vielen europäischen Städten (wie zum Beispiel in Paris, München, Barcelona) erlebt das Fahrrad eine Renaissance, andere Städte sind in Bezug auf ihren Radverkehr seit Jahren Vorreiter (wie zum Beispiel Kopenhagen, Amsterdam, Münster, Gent, Groningen). Es gilt, auch andere europäische Städte auf die Bedeutung des Fahrrads für den Stadtverkehr aufmerksam zu machen.


6. Die Höhepunkte der Velo-city 2009?  


7. Velo-city – Die Ausstellung?  

Die Velo-city-Ausstellung ist eine themenspezifische Ausstellung während des Konferenzzeitraums, die von den Kongressteilnehmern besucht werden kann.
Mit ihrer Hilfe soll ein neues und positives Fahrradbild vermittelt werden, indem auf Aspekte der Nutzung, Vorteile des Fahrradfahrens und das vermittelte Image eingegangen wird …


8. Brüsseler Radverkehr in Zahlen

Auf dem Brüsseler Stadtgebiet werden regelmäßig Verkehrszählungen durchgeführt.
Weitere automatische Zählanlagen werden nach und nach installiert, die erste (und wahrscheinlich bekannteste) ist die in der Rue de la Loi/Wetstraat.

Ausgehend von diesen Zählungen hat der Prozentsatz der Radfahrer in Brüssel im Vergleich zu 1998 um 148 Prozent zugenommen.
Absolut betrachtet ist die Zahl von durchschnittlich 50 Radfahrern pro Stunde und Erhebungspunkt in der morgendlichen Hauptverkehrszeit im Jahr 1998 auf 123 Radfahrer pro Stunde im Jahr 2007 angestiegen.

Während man 1999 davon ausging, dass ca. 1,1 Prozent der Brüsseler täglich das Fahrrad nutzen (dies entspricht 11.000 Personen), geht man derzeit von rund 5 Prozent aus.

Es handelt sich also um einen regelrechten Fahrradboom, der sich in der Zukunft aller Voraussicht nach weiter verstärken wird. Es wird davon ausgegangen, dass die Ausrichtung der Velo-city-Konferenz in Brüssel diesen Trend beschleunigen wird. 

Schließlich soll darauf hingewiesen werden, dass Brüsseler Unternehmen mit über 200 Mitarbeitern gegenüber der Region zur Vorlage eines Unternehmensverkehrsplans verpflichtet sind. Auf der Grundlage der so erhobenen Daten wird davon ausgegangen, dass in Brüssel 10.600 Mitarbeiter für den täglichen Weg zwischen Wohnung und Arbeit das Fahrrad als Transportmittel nutzen.


9. Was bedeutet 'intermodal' im Zusammenhang mit der Velo-city?

Intermodal ist ein Verkehrskonzept dann, wenn zur Beförderung bzw. Zurücklegung von Distanzen mehrere Verkehrsmittel miteinander kombiniert werden. Gängigstes Beispiel ist die Nutzung des Fahrrads bis zur U-Bahn oder zum Bahnhof und die anschließende Nutzung eines öffentlichen Transportmittels. Velo-city möchte weitere sinnvolle Kombinationen fördern, indem zum Beispiel zur Nutzung des Fahrrads im Anschluss an ein öffentliches Transportmittel oder zu dessen Mitnahme in diesem angeregt wird. Für die Zurücklegung welcher Strecken ist das Fahrrad (nicht) geeignet? Welche Aspekte sind verbesserungswürdig? Gibt es Beispiele für intermodale Beförderungslösungen, in denen das Fahrrad in Verbindung mit öffentlichen Transportmitteln bzw. als Hauptverkehrsmittel eingesetzt wird?